Mutter Erde ehren

Unsere Entfremdung von der Natur ist eine schwerwiegende Ursache für die globale Krise

Wir nehmen unsere Lebensgrundlagen als Selbstverständlichkeit hin, während wir gerade dabei sind, sämtliche Ökosysteme unseres Planeten zu plündern und zu vergiften. Das von uns Menschen verursachte Artensterben hat gigantische Ausmasse angenommen. Die moderne Zivilisation ist für die Erde eine kaum zu bewältigende Herausforderung geworden. Die Zerstörung der Natur trifft auch uns Menschen. Unser Trinkwasser ist mit Pestiziden, Mikroplastik und Rückständen von Medikamenten belastet. Saubere Luft kennen wir gar nicht mehr.

Über die Belastung des Bodens ist beim deutschen Umweltbundesamt zu lesen: «Die Beeinträchtigung oder Zerstörung des Bodens bedeutet letztlich immer die Schädigung eines zentralen Teils der Umwelt, der das Resultat eines jahrtausendelang andauernden Entwicklungsprozesses ist. Die flächenhafte Zerstörung des Bodens ist trotz Sanierungsmassnahmen nicht wieder rückgängig zu machen. Die Sanierung ist lediglich eine Ersatzmassnahme. Der ursprüngliche Boden und seine Funktionen stehen nachfolgenden Generationen nicht mehr zur Verfügung.»

Die Auswirkungen des Klimawandels wird alle nachfolgenden Generationen treffen.

Wir zerstören die Natur, weil wir uns nicht mehr als Teil der Natur verstehen und die Natur nicht mehr als Teil von uns.

 

 

Lösungsansätze:

 

Die holistische Denkweise

Alle natürlichen Systeme sind Teil eines grösseren Ganzen.

Natürliche Prozesse verlaufen kreisförmig.

Lebensenergie folgt einem kontinuierlichen Wandel.

Alle Erscheinungen unterliegen dem Gesetz von Ursache und Wirkung (Karma).

 

Die spirituelle Denkweise

Der materiellen Welt liegt eine transzendente Wirklichkeit zugrunde, die sich der gewöhnlichen Sinneswahrnehmung entzieht.

Lebensenergie geht niemals verloren, sondern transformiert sich im Kreislauf von Geburt, Tod und Wiedergeburt.

Die individuelle Wahrnehmung der inkarnierten Seele ist limitiert – sie bleibt jedoch eingebunden in die Weltseele (Anima mundi) die das Universum bewegt.

 

Die Friedensbotschaft indigener Völker

Indigene Völker verstehen sich als Hüter der Erde.

Um die spirituelle Verbundenheit mit Mutter Erde aufrecht zu erhalten und den Frieden innerhalb und zwischen den Gemeinschaften zu bewahren, erhielten viele indigene Völker (oft von mythischen Friedensbotschaftern) universelle Gesetze.

Diese Friedensbotschaften und universellen Gesetze sind bei auffallend vielen Völkern beinahe identisch.

 

Die sieben Gebote der Lakota (Sioux)

(zitiert von Birgil Kills Straight anlässlich der «Cry of the earth-Versammlung» an der UNO, 1993)

1)  Sei grosszügig und teile.

2)  Habe Mitgefühl für alle Lebewesen.

3)  Habe Respekt und zeige ihn.

4)  Sei geduldig und tolerant.

5)  Sei demütig.

6)  Sei mutig und lebe nach guten Prinzipien.

7)  Sei weise und lebe nach diesem heiligen Gesetz.

 

Gebote naturbezogener Kultur

Respektiere und achte die Erde, sie ist unsere Mutter.

Schütze das Wasser und die Luft, denn sie erhalten das Leben.

Schütze den Boden, denn er lässt die Pflanzen gedeihen, die wir als Nahrung und Kleidung brauchen.

Schütze den Wald, denn er ist unsere Heimat und versorgt uns mit allem, was wir brauchen.

Respektiere und achte deine Eltern, deine Brüder und Schwestern und die Alten. Wenn du das tust, werden sie auch dich respektieren.

Achte und beschütze die Frauen, denn sie bringen das Leben.

Achte und beschütze die Kinder. Sie sind unsere Zukunft.

Respektiere die Tiere. Sie sind unsere Verwandten.

Denke bei allen wichtigen Entscheidungen an die kommenden Generationen. Hinterlasse ihnen eine lebenswerte Welt.

Achte auf deine Gedanken, deine Worte und deine Taten, denn sie werden eine Wirkung erzeugen und dich treffen.

Danke unserer Mutter Erde. Sie gibt uns jeden Tag, was wir zum leben brauchen.

Danke deinen Ahnen. Sie haben dich hierher gebracht.

Geniesse dein Leben.

 

Hier kann man etwas Gutes tun

Der Verein Living Gaia e.V. sammelt Spenden, um dem indigenen Volk der Huni Kuin im Amazonas zu ermöglichen, ein Stück Land zu kaufen, das einst zu ihrem angestammten Territorium gehört hat. Nach der Enteignung wurde die Fläche weiträumig gerodet und dient heute als Viehweide. Wir wünschen uns, dass das 14'000 Hektar grosse Stück Land möglichst bald wieder von den Huni Kuin bewohnt wird und mit Regenwald aufgeforstet werden kann.

 

Informationen zu den Huni Kuin und dem Landkaufprojekt findest du hier:

living-gaia.org

Zwölf spirituelle Führer versammeln sich in New York

Am Hauptsitz der Uno in New York City versammeln sich zwölf spirituelle Führer aus verschiedenen indigenen Völkern, um gemeinsam für die Erde zu beten.

Ein bewegender Film mit einer wichtigen Botschaft.

Unbedingt sehenswert!

 

Film anschauen:

The twelve